Sammelentsorgungsnachweis im privilegierten Verfahren übermitteln


Beschreibung

Die Nachweis- und Registerpflichten nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) zielen darauf ab, die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen zu dokumentieren und zu überwachen.

Als abfallerzeugendes Unternehmen, das gefährliche Abfälle erzeugt, müssen Sie und die an ihrer Entsorgung beteiligten Unternehmen, sowohl untereinander als auch gegenüber den zuständigen Behörden, die ordnungsgemäße Entsorgung nachweisen und die hierfür erforderlichen Nachweisdokumente führen.

Bereits vor Beginn der Entsorgung müssen Sie als abfallerzeugendes oder abfallentsorgendes Unternehmen Entsorgungsnachweise führen, um die Zulässigkeit der geplanten Art der Entsorgung nachzuweisen.

Fallen bei Ihnen jedoch weniger als 20 Tonnen eines gefährlichen Abfalls im Jahr an, können Sie stattdessen am Sammelentsorgungsnachweisverfahren teilnehmen. Bei diesem führt nicht das abfallerzeugende Unternehmen einen Entsorgungsnachweis, sondern das Unternehmen, das den Abfall sammelt.

Auch im Sammelentsorgungsnachweisverfahren muss die zuständige Behörde in der Regel die Zulässigkeit der Entsorgung vor Beginn der Entsorgung bestätigen.

Die Pflicht zur Bestätigung des Sammelentsorgungsnachweises entfällt im sogenannten privilegierten Verfahren. Dies gilt für folgende Unternehmen:

Im privilegierten Verfahren kann mit der Entsorgung unmittelbar nach Übersendung des Sammelentsorgungsnachweises an die zuständige Behörde begonnen werden.


Voraussetzungen


Verfahrensablauf


Fristen

Vor Beginn der vorgesehenen Entsorgung.


Erforderliche Unterlagen

In elektronischer Form:


Kosten

Nummer 1.1.29 der Anlage II zur Verordnung des Umweltministeriums über die Festsetzung der Gebührensätze für öffentliche Leistungen der staatlichen Behörden in seinem Geschäftsbereich


Bearbeitungsdauer

eine bis vier Wochen


Vertiefende Informationen


Hinweise

In Baden-Württemberg müssen gefährliche Abfälle zur Beseitigung zunächst der SAA Sonderabfallagentur angeboten werden (Andienungspflicht). Diese Regelung stellt sicher, dass die Kapazitäten der Sonderabfalldeponie Billigheim von den Abfallerzeugern und -besitzern aus Baden-Württemberg genutzt werden. Diese Deponie wird vom Land zur Entsorgung von Sonderabfällen bereitgehalten.

Nicht der Andienungspflicht unterliegen hingegen:

Ihre persönlichen Ansprechpartner der SAA Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH nach Landkreisen finden Sie unter vertiefende Informationen.


Rechtsbehelf

Gegen Bescheide (zum Beispiel Behördenbestätigungen, Zuweisungs- und Kostenfestsetzungsbescheide) der SAA Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe bei der SAA Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH Widerspruch erheben.


Rechtsgrundlage

Verordnung über die Nachweisführung bei der Entsorgung von Abfällen (NachwV):

Anlage 2 der Verordnung über die Nachweisführung bei der Entsorgung von Abfällen (NachwV)


Freigabevermerk

20.02.2026 Umweltministerium Baden-Württemberg


Zuständige Stelle(n)

SAA Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH
Welfenstraße 15
70736 Fellbach

Telefon 0711 / 951961-0
Telefax 0711 / 951961-28